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Ich bin ein Teil von Bäumen
Ralf Kreutner und der Keltische Baumkreis in „Wald“

In einer Vollmond-Nacht im Januar lief ein junger Mann über eine schneebedeckte Streuobstwiese. Im Schnee liegend, schaute er auf einen alten, knorrigen Apfelbaum. Nach genauem Hinsehen hatte er das Gefühl, der Baum hätte ihm mitgeteilt, wie mit ihm umzugehen sei. In dieser kalten Nacht, allein mit dem Mond und dem knorrigen Apfelbaum, hatte der junge Mann verstanden, dass man von Bäumen Botschaften erhalten kann.
Das könnte der Beginn eines Märchens sein. Ist es aber nicht. Der Mann heißt Ralf Kreutner und war damals in der Ausbildung zum Landschaftsgärtner. Der gelernte Betonstein- & Terrazzohersteller, Industriekaufmann, Landschaftsgärtner und Techniker Fachrichtung Garten- & Landschaftsbau fühlt sich mit Bäumen in besonderer Weise ver­bunden. Wenn er schlecht geschnittene Bäume sieht, tut ihm das körperlich weh. Die Natur ist ihm seit seiner Kindheit Rückzugsort und Trost. Daher sein Anliegen Bäume zu bewahren und zu schützen. Klar, dass der im Zeichen der Zeder geborene Gartenbaumeister, sein heutiges Betriebsgrundstück bereits bepflanzte, als es ihm noch gar nicht gehörte.
Im Winter 2005 hatte Ralf Kreutner die Idee, am „Tag des Baumes“ eine Baumpflanzung vorzunehmen. Von den Kelten weiß er, dass sie eine besondere Beziehung zu Bäumen hatten. In der Fachpresse erfuhr er von einem Baumkreis der Baumschule Rohwer in Gnutz. Er nahm Kontakt mit Herrn Rohwer auf – die Idee war geboren. Bedenkt man die finanzielle Größenordnung wird schnell klar, dass dies kein Marketinggag für einen Sommer ist. Eine ungeheure Portion Begeisterung, Mut und Überzeugung gehört dazu, ein solches Projekt ins Leben zu rufen: 60.000 EUR für Planung, Organisation und Pflanzung, Bekanntmachung und Pflege wurden veranschlagt. Sponsoren und Unterstützer aus Gemeinde, Unternehmen und Bevölkerung machten es möglich. Überraschende Unterstützung erfuhr das Projekt von Kollegen der grünen Branche, von Bauunternehmern, Waldbesitzern, Baumschulen und dem „Netzwerk-Gärten“. Manpower kommt in Form von Auszubildenden sogar aus der Schweiz. Weitere Sponsoren und Baumpaten sind willkommen.
„Der Baumkreis soll ein Ort der Ruhe, der Nähe zur Natur werden,“ sagt Ralf Kreutner, „Menschen haben die Möglichkeit sich mit Bäumen, mit altem und neuem Baumwissen auseinander zu setzen und die Gemeinde erfährt einen Aufschwung ihrer Besucherzahlen.“
Ralf Kreutner, Initiator des Keltischen Baumkreises in Wald, sieht im Baum mehr als den Holzwert. Es geht ihm um naturnahes Erleben, um den Rhythmus der Natur und um „baumgemachte Lebensqualität“: Saubere Luft, Blüten, Früchte, Öle, Harze, Lebensraum für Vögel, angenehme Luftfeuchtigkeit, Blätter als Nahrungs- oder Heilmittel, Baumaterial Holz und – last but not least – den Baum als ruhigen Gegenpol zum Lärm dieser Welt. Der Baum als „Verlangsamer“, „Entschleuniger“ unserer Zeit.

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